Das Video zum Release mit Hörproben:

Facebook-Userin P. schreibt:
"Probeleben" ist ein ganz erstaunliches Werk! Es gibt nicht viele Alben, bei denen ich bereits beim ersten Hören lauthals mitsingen kann. Die neue CD von "Unbekannt verzogen" gehört dazu"

 

 

PROBELEBEN 
Das neue Album der Berliner Band UNBEKANNT VERZOGEN

Gibt´s das Leben auch auf Probe? Wenn das Leben lang genug ist, reicht es vielleicht beinahe zum Ausprobieren. Die Freude daran wächst merkwürdiger Weise auch noch mit dem Schmerz. Was kann dir schon passieren? - Alles. Davon singt die Berliner Band UNBEKANNT VERZOGEN auf ihrer zweiten CD „Probeleben“.
Das ist Musik, die mit jedem Hören tiefer unter die Haut kriecht. Die Texte entstehen zumeist vor den Songs, die Kompositionen schmiegen sich den poetischen Versen, den ruppigen Bildern, dem Gestus von Verletzlichkeit bis Aufbegehren an. Ein Sound, der seine Vorbilder hat und sie keineswegs verheimlicht. Die Harmonie angefeilt wie Gitterstäbe, das Pathos molldurchsägt.. Patricia Heidrich, die Frontfrau: weich, verletztlich und tough, dieses: fass mich nicht an und nimm doch mit im gleichen Atemzug. Mit ihrer Stimme lebt sie die widerspruchsvolle Identität einer Suchenden, Findenden, Hoffenden und Enttäuschten aus. Sie verspricht nicht das gute Ende der Geschichte, sondern den immer wiederkehrenden Mut zum Neuanfang. Nichts vom Glamour roter Teppiche, aber immerhin: die Hundeblume steht in der Vase und die Liebe bekommt ihre Chance. Manchmal will man nur zuhören dabei, manchmal muss man einfach tanzen.
In Hannes Funke (Gitarre), Gerald Zaczyk (Schlagzeug), Karsten Schützler (Bass) stehen Patricia Heidrich drei experimentierfreudige Musiker zur Seite, die dafür sorgen, dass UNBEKANNT VERZOGEN kein Wiedergänger-Ensemble einer vergangenen Ostrock-Ära ist, sondern lustvoll eigene musikalische Wege beschreitet.
Manchmal liebt man Funkes behutsam führende Gitarre, manchmal freut man sich an einem Ornament, das auftaucht wie ein Lichtreflex. Manchmal wartet man darauf, dass Gerald Zaczyk seine Stöcke explodieren lässt. Manchmal reißt Karsten Schützler mit einem Riff ein verschwunden geglaubtes Lebensgefühl von den Saiten.
Das ist ein authentischer urbaner Klang, der die Alleintänzerin ins Kopfkino ruft. Das ist ein wohlkalkuliertes Freeclimbing an den Fassaden der Gefühle, mit rauer Haut und rauer Sehnsucht, das nach den Griffen sucht, sich festzuhalten im Alltag zwischen Selbstbehauptung und Absturz. Nichts davon gerät zur Attitüde, dafür sorgen private und berufliche Erfahrungen, die allen Bandmitgliedern auch die Schattenseiten des Lebens offenbart haben.
Vielleicht fokussieren sich die Songs gerade deshalb auf eine - sei´s drum - zerbrechliche, bis an den Rand des Selbstbetrugs ausgeschöpfte Gemeinsamkeit, in der weniger die ewige Erfüllung erhofft wird, als das Gegengift für den Augenblick und den Rest einer Nacht. Dabei ist „Probeleben“ alles andere als schwerblütig. Lebensdurstig, liebeswütig, unfeierlich und sinnlich präsentiert sich UNBEKANNT VERZOGEN mit „erwachsener Musik für erwachsene Menschen“.
Mancher der 15 Titel, die „Probeleben“ versammelt, hat das Zeug zum Seelenbohrer: „Nur nicht an dich denken“, „Genieß den Schmerz“ und „Wiederkehr“, dieses zauberhafte Schlusslied: „Ruh dich aus, mein Freund, und wein` mir eine Träne in das Meer …“ Nicht zu vergessen, eine doppelte Hommage an Tamara Danz mit „Tamara“ und einem Cover von Sillys „So ne kleine Frau“, das die Band fast andächtig zelebriert. Da sind eine Nähe und eine Wärme, die es erlauben, müde zu sein und ebenso ausgeliefert, wie sicher. Und die Weisheit ist da, dass sich auf vieles verzichten lässt, nur nicht auf den eigenen Anspruch, ein Mensch zu sein


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Konzertkritik der in Soltau ansässigen "Böhme Zeitung" über das Konzert unserer Band im niedersächsischen Heber

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"Wenn Patricia Heidrich mal "unbekannt verzogen" sein sollte, würde ich mich dringend nach ihrer Adresse erkundigen. Die hat's nämlich verdammt drauf: eine Stimme zum Niederknien und Texte zum Teil so schön, dass man sie am liebsten den ganzen Tag in der Arschtasche mit sich rumtragen will. Bitte mehr Patricia Heidrichs auf dieser Welt.
Ulrike Gastmann"
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"Hallo Patricia und Band,
ich habe am Freitag, dem 13.02.2015, gemeinsam mit einer Freundin Euer Konzert im Tonellis in Leipzig erlebt. Es war ein richtig guter Abend mit tiefen Gesprächen und toller intensiver Musik. Besonders Euer Song "Flo´s Geburtstag" gefällt mir schon lange und berührt mich sehr. Ich habe im letzten Jahr meine Tochter verloren. Sie hatte einen Tumor und ist nach der Geburt verstorben. Es war und ist schwer, sich nach diesem Chaos wieder zurück ins Leben und in Gesellschaft zu tasten. Ich freue mich über jede Offenheit im Umgang mit solchen Verlusten, diesem Tabuthema, für klare Worte und großartige Musik. Es hilft mir und meiner Familie sehr. 
Dafür danke ich Euch.
Liebe Grüße, M."
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"...Es sind Abende wie der letzte. Wenn man zweifelt oder denkt " ich kann nicht mehr". Dann kommen die Sterne, leuchten und glitzern und sagen " deshalb machst du das". Gestern durfte ich die Band "UNBEKANNT VERZOGEN" persönlich kennenlernen. Die Sterne aus Berlin haben in Dresden angehalten. Es war ein erwartetes Vergnügen und wird mir lange in Erinnerung bleiben..." (Lutz Stein)


bp"Blickpunkt" Frankfurt/Oder im Artikel "Einladung zum richtigen Leben" über UNBEKANNT VERZOGEN...:
Unter den Kulturereignissen des letzten Wochenendes ragt das Konzert von UNBEKANNT VERZOGEN, unterstützt durch den Dichter Maik Altenburg, im Theater Frankfurt heraus. Frontfrau Patricia Heidrich kehrte damit zu ihren Wurzeln zurück - sie hat Kindheit und Jugend in Frankfurt verbracht. Ihre Band hat eine eigene grovige, zuweile spröde Klangfarbe kreiert, der die rauchige Stimme der Sängerin ein ungewöhnliches Timbre verleiht... Artikel lesen...